„Kickstarter als Marke hat zunächst eine große Aufmerksamkeit und kann durch dieses Markenbewusstsein vielleicht auch den ein oder anderen potenziellen Kampagnenstarter motivieren“, sagt Gebert. Auch die Crowd könnte so bald vielleicht sehr schnell wachsen, denn so bekannt wie Kickstarter sind die deutschen Portale längst nicht. „Kickstarter bringt der deutschen Crowdfunding-Branche eine Breitenwirkung“, sagt Gebert. „Die Plattform kann und wird dafür sorgen, dass Crowdfunding in der breiten Gesellschaft als Möglichkeit zur Beteiligung und des Vorverkaufs salonfähig wird.“

Und das vermutlich mit einer starken Vermarktung. „Das Kickstarter-Team wird jetzt mit Pauken und Trompeten die ersten Kampagnen starten und auch als Plattform aktiv die Werbetrommel rühren und sich dann zurücklehnen und den Dingen ihren Lauf lassen“, sagt Schenkel.

Start-ups, Crowdfans und Crowdexperten können also mit einem Schub ganz klar rechnen. Kickstarter wird andere Töne in Deutschland anschlagen und durch die Technik-Affinität Kickstarters wird Crowdfunding aus der Softtheme-Ecke mit kleinen Wohlfahrts- und mittelgroßen alternativen Unternehmenskonzepten herausgeholt und endlich auch in Deutschland breiter in seiner Angebotsvielfalt. Wohin das die Crowdfunding-Branche und deutsche Start-ups bringen kann, wird sich vielleicht schon im Laufe des Jahres zeigen – im Idealfall mit großen Zuwächsen, Rekordfinanzierungen und Aufschwung für die Schwarmfinanzierung.