Umsätze und Gewinn (EBITDA)

Interessant wird es im Börsenprospekt bei den Erlösen aus dem Geschäft mit den Start-ups. Der gewichtete durchschnittliche Umsatz* lag im Jahr 2014 demnach insgesamt bei 18,7 Millionen Euro. Dabei unterscheidet die German Start-ups Group zwischen Unternehmen, für die schon 2013 ein Umsatz sowie ein Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verfügbar waren, und Start-ups, für die das erst seit 2014 gilt.

Vergleicht man die Umsätze von den 15 Unternehmen, die schon 2013 ihre Erlöse auswiesen, mit denselben 2014, ergibt sich ein Plus von 95 Prozent. Die German Start-ups Group konnte ihre gewichteten durchschnittlichen Umsätze im vergangenen Jahr allein mit den bis dahin erworbenen Start-up-Beteiligungen also nahezu verdoppeln.

Beim gewichteten durchschnittlichen EBITDA* sieht es weniger rosig aus. Wie die meisten Start-ups in der Wachstumsphase machen auch die Beteiligungen der German Start-ups Group deutliche Verluste. Insgesamt kam die Investorengruppe 2014 auf ein Minus von rund sechs Millionen Euro mit ihren Unternehmensanteilen.

Bemüht man erneut den Vergleich zwischen den 15 Start-ups, die für 2013 und 2014 vorlegten, zeigt sich, dass die Verluste weiter gestiegen sind. Machten die besagten Unternehmen 2013 einen Verlust von 6,4 Millionen Euro, waren es 2014 schon 9,7 Millionen Euro – das Minus vergrößerte sich folglich um fast die Hälfte (45 Prozent). Zählt man für 2014 allerdings jene Start-ups hinzu, für die 2013 noch keine Bilanz vorlag, bleibt der Verlust nahezu gleich.

Schade an den Einblicken: Zwar legt die German Start-ups Group die Umsätze sowie den Gewinn von Zinsen, Steuern und Abschreibungen für einzelne Geschäftsfelder dar, nicht aber für die jeweiligen Start-ups selbst. Es bleibt zu hoffen, dass die Gesellschaft dies – ähnlich wie Rocket Internet – beim ersten Quartalsbericht nachholt.

Trotzdem verraten die vorgelegten Zahlen einiges über die Investmentstrategie der German Start-ups Group. Auf den folgenden Seiten widmen wir uns den Geschäftsfeldern – von E-Commerce über FinTech bis hin zur Sharing Economy – und ihrem jeweiligen Abschneiden.

*Die Umsätze und den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) aus ihren Beteiligungen hat die German Start-ups Group durch einen Gewichtungsfaktor für das jeweilige Segment berechnet. Dieser ergibt sich aus dem prozentualen Anteil an dem Start-up, der wiederum darauf beruht, wie hoch die German Start-ups Group ein Unternehmen bewertet.