DeinBus

Die Deutsche Bahn hatte jahrelang ein Monopol im Fernverkehr. Das änderte sich, als ein paar Studenten 2010 das erste deutsche Fernbusunternehmen DeinBus gründeten. Die Idee: Städte via Bus anfahren. Die Deutsche Bahn nahm die neue Konkurrenz sehr ernst – und klagte gegen den Anbieter. Der Grund: DeinBus verstoße gegen das Personenbeförderungsgesetz.

Doch das Landgericht Frankfurt sah dies anders: Es entschied, dass sich die Beklagten nicht wettbewerbswidrig verhalten. Das Geschäftsmodell sei behördlich genehmigt, da DeinBus.de eine Erlaubnis für die „Durchführung von Gelegenheitsverkehr“ besitze (Urteil vom 20.04.11, Az. 3-11 O 83/10). Der kleine David, wie sich DeinBus auf seiner Internetseite selbst stilisierte, gewann gegen den großen Goliath Deutsche Bahn.

Für den Konzern kam es nach dem Urteil sogar noch dicker. 2011 verständigte sich das Kabinett erstmals darauf, ein Fernbussystem einzuführen. Seit dem Jahr 2013 dürfen in ganz Deutschland Buslinien fahren. Das funktioniert so gut, dass sich die Deutsche Bahn nun sogar an einem eigenen Konzept versucht.

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