Einen kleinen Wehmutstropfen gab es allerdings auch: Unter den Finalisten des Gründerpreises waren fast ausschließlich Männer. Einzig Anke Odrig mit ihrem Unternehmen „Little Bird“ schaffte es in die Endrunde der Kategorie „Aufsteiger“. Die Berlinerin entwickelte eine Onlineplattform, die Angebot und Nachfrage für Kindergartenplätze erfasst und den Kommunen auf der einen Seite so eine zentrale Verwaltung ermöglicht, und andererseits die Eltern bei der Suche nach einem Platz unterstützt. Das war auch dringend notwendig: In Deutschland gibt es über 50.000 Kitas. Die Plätze werden jedoch nicht von den Kommunen, sondern von öffentlichen und privaten Trägern angeboten. Das Portal nutzen mittlerweile über 30.000 Eltern. Die Nominierung allein ist schon eine Auszeichnung und ein schönes Signal für die Kita-Debatte in Deutschland“, sagt Odrig im Gespräch mit dem Berliner Tagesspiegel.

In der Kategorie „Aufsteiger“, also Unternehmen, die zwischen 2006 und 2011 gegründet wurden, siegte letztlich der Webseitenbaukasten Jimdo aus Hamburg: Die Gründer Fridtjof Detzner, Matthias Henze und Christian Springub konnten die Jury überzeugen. Es sein ein „tolles Projekt“, dass ein starkes Wachstum aus eigener Kraft geschafft habe und sich dabei durch eine kreative und unkonventionelle Unternehmenskultur auszeichne. Unkonventionell war auch gleich die Begleitung von Christian Springub: Er brachte seine 89-jährige Großmutter mit.