Seinen Höhepunkt erreichte der Abend bei der Verleihung des Sonderpreises: In einer emotionalen Rede würdigte Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, den Gründer von Auticon. Dirk Müller-Remus gründete sein Unternehmen 2011 mit einem Startkapital von 500.000 Euro – und hat nun einen Umsatz von 1,8 Millionen Euro. In Unternehmen, das er gemeinsam mit seiner Frau gegründet hat, sind Autisten keine Problemfälle, sondern Mitarbeiter, die ihre Stärken voll entfalten können, und in ihren Schwächen gestärkt werden. „Wir wollten eine funktionierende Firma gründen, keine soziale Einrichtung.“ Und Müller-Remus weiß wovon er spricht: Sein Sohn ist auch Autist – und hochbegabt. Die Stärken liegen in einem detaillierten Fachwissen auf einem Interessengebiet, absoluter Ehrlichkeit und vor allem ihre weit überdurchschnittliche Fähigkeit zur Mustererkennung. „Hier wird sozial verantwortliches Unternehmertum wirklich gelebt. Auticon verbessert das Leben seiner Mitarbeiter und integriert bislang benachteiligte Menschen in die Gesellschaft,“ heißt es in der Begründung der Jury für diesen Sonderpreis.

Auslöser ziehen und in Sekundenschnelle hat sich der gelbe Luftschlauch von selbst aufgepumpt. Mit dieser Idee setzten sich Christopher Fuhrhop und Marius Kunkis in der Kategorie „Start-up“ durch. Der Rettungsschlauch des Pfinztaler Unternehmens „Restube“ ist nicht größer als ein Kartenspiel und lässt sich bequem um den Bauch schnallen. Die Idee kam dem Maschinenbau-Studenten Fuhrhop beim Wassersport – und als er selbst fast ertrunken wäre. Nur unter höchster Anstrengung schaffte er es damals überhaupt an Land zu schwimmen. Der gelbe Luftschlauch ist also auch ein kleiner Lebensretter.