Mitte des Jahres begannen die ersten Verhandlungen und wir mussten uns fragen, ob wir unser Start-up wirklich verkaufen wollten: War es der richtige Zeitpunkt? Passte das Angebot? Wir besprachen uns mit unseren Investoren und waren uns gegen Ende des Jahres schließlich sicher: Wir würden dem Angebot zustimmen – auch, um dem großen amerikanischen Konkurrenten etwas entgegensetzen zu können.

Zu der Übernahme gehörte nicht nur eine finanzielle Entschädigung, die auch zu unserer Entscheidung beigetragen hat, sondern auch unsere Einstellung als Geschäftsführer in der neu geformten Firma. Auch das war für uns enorm reizvoll: Wie würde es sein in jungen Jahren an der Spitze eines solchen Konzerntochter tätig zu sein und die Entwicklung in diesem Umfeld zu treiben? Wir kamen beide vor der Gründung von ShopLove frisch von der Uni und hatten nie zuvor als Angestellte gearbeitet. Der Perspektivenwechsel war eine Herausforderung, aber eine durchaus lohnenswerte, denn wir lernen viel.

Dennoch denken wir immer wieder über die Zeit nach unserem Angestelltendasein nach. Auch wenn wir uns sehr unserer neuen Aufgabe verbunden fühlen, können wir uns für 2017 eine Rückkehr zum Unternehmertum sehr gut vorstellen. Ideen haben wir heute schon. Der Reiz liegt in dem besonderen Kick: Das bestehende Risiko des Misserfolgs und gleichzeitig die außergewöhnliche Freude, wenn etwas klappt, das man selbst geschaffen hat, ist einzigartig als Gründer.“