Die Idee kam sehr gut an, das Geschäft wurde im Laufe der Jahre immer größer, so dass ich schließlich mein Studium kurz vor dem Abschluss abbrach und mich ganz auf das Unternehmen konzentrierte. Zehn Jahre später verkaufte ich meine Anteile an meinen Partner – meine nächste Firma hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon aufgebaut. Denn das ist es, was mich antreibt: Die Herausforderung ein Unternehmen erfolgreich an den Start zu bringen. Das ist für mich die spannendste Phase, die Routine, die später folgt, langweilt mich dagegen schnell. Jede Neugründung, die oft mit dem Verkauf eines alten Unternehmens einherging, gab mir einen Kick – das Geld, was bei einem Verkauf floss, war dagegen nur zweitrangig.

Ich bin wohl, so kann man es sagen, der Pilot für die Startphase, nicht fürs Geradeausfliegen. Weil ich immer wieder unter den Verkäufen leide, rieten mir Freunde beim letzten Mal ein paar Monate Auszeit zu nehmen, um Abstand zwischen mich und das Unternehmen, das mir ja nicht mehr gehörte, zu bringen. Ich habe mich nicht daran gehalten und konnte dementsprechend schlecht loslassen. Beim nächsten Mal, das habe ich mir nun fest vorgenommen, werde ich ihren Ratschlag berücksichtigen. Und dass das nächste Mal kommt, das ist ziemlich sicher.