Peter Eich, 45: „Ich durchleide jedes Mal Trennungsschmerz“

Im Laufe der vergangenen 17 Jahre habe ich elf Firmen in den Bereichen Tourismus und Software gegründet – und fünf von ihnen wieder verkauft. Gewöhnt habe ich mich an diese “Verluste”, auch wenn ich sie selbst herbeigeführt habe, bis heute nicht. Jedes meiner Unternehmen ist mein Baby, das ich habe groß werden sehen, da fällt der Abschied nicht leicht – Trennungsschmerzen durchleide ich darum jedes Mal. Schließlich verliert man nicht nur die Firma, in die man viel Herzblut gesteckt hat, sondern auch die Mitarbeiter, seine gewohnte Umgebung, und ganz klar auch die Macht, die man als Chef hatte. Da kann es gut sein, dass man eine Art Leere verspürt – zumindest vorübergehend.

Am schwersten war für mich der erste Verkauf – das kann man durchaus mit dem Ende der ersten richtigen Beziehung vergleichen: Ende der 90er Jahre gründete ich zusammen mit einem Kompagnon meine erste Firma: ein Unternehmen für Insel-Rundreisen mit einem Motorsegler. Damals war ich 28 und studierte Mathematik- und Philosophie in Konstanz.