Der Deutsche Start-up Monitor 2014 definiert Gründerregionen so: Innovationskraft entwickele sich insbesondere in solchen Gebieten, „die eine kritische Schwelle bei der Anzahl vernetzter Unternehmen, wissenschaftlicher Institutionen und Kompetenzzentren bestimmter Branchen überwinden konnten. In diesen Regionen können sowohl der Informations- als auch der Warenaustausch zu niedrigeren Transaktionskosten stattfinden.“ Daraus folgt für den DSM 2014, das es in Deutschland aktuell vier derart definierte Gründerregionen gebe: Berlin, Hamburg, München und die Metropolregion Rhein-Ruhr.

Viele dieser grundlegenden Faktoren definieren aber auch die Regionen Oldenburg oder das Allgäu als ihre Vorteile für Gründungsprojekte. Gründen auf dem Land sei nicht zuletzt auch eine ganz andere Kostenfrage, sagt Bartenschlager: “Gerade junge Start-ups, die sich Fachkräfte und Kreative wie Grafiker oder Programmierer ins Boot holen müssen, haben ohne entsprechendes Kapital eben oft nicht die Möglichkeit 60.000 Euro oder mehr Jahresgehalt zu bezahlen. Diese Start-ups haben den Vorteil, auf regionale Fachkräfte zurückgreifen zu können, welche aufgrund der günstigeren Lebenshaltungskosten auch niedrigere Lohnvorstellungen haben und oft selber in der Region Allgäu bleiben möchten.”