Kapitalgesellschaften

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Für die Gründung einer GmbH reicht schon eine Person aus. Die Entstehung muss vertraglich festgehalten und von einem Notar beglaubigt werden. Das GmbH-Gesetz hilft Gründern dabei mit Musterprotokollen, die aus Gesellschaftsvertrag, Geschäftsführerbestellung und Gesellschafterliste bestehen.

Der Notar gibt das Schreiben dann an das Handelsregister weiter, in das eine GmbH zwingend eingetragen sein muss. Zur Anmeldung gehört neben dem Gesellschaftsvertrag beziehungsweise den Musterprotokollen eine unterschriebene Liste der Gesellschafter, auf der sie ihren Namen, Geburtsdatum, Wohnort und die jeweiligen Betrag ihrer Einlage verzeichnen. Die Gründer müssen auch bestätigen, dass keine strafrechtlichen Gründe gegen den Geschäftsführer vorliegen.

Weil die GmbH als „juristische Person“ gilt, tritt sie – anders als bei Personengesellschaften – gewissermaßen anstelle der Gründer auf. Die GmbH kann also beispielsweise Verträge schließen. Die Gründer können selbst als Geschäftsführer agieren, sie können aber auch einen externen Chef ernennen. Damit ganz klar geregelt ist, was der Geschäftsführer darf und was nicht, empfiehlt sich eine Regelung im Gesellschaftsvertrag.

Die Bezeichnung der GmbH ist der Name, unter dem sie am Ende auftritt. Ob der Firmenname nun aus den Gesellschafternamen oder einem neu erdachten Begriff besteht, ist irrelevant. Wichtig ist nur, dass sich der Name nicht mit anderen Firmen aus der Region doppelt. Dabei können Gründern die IHKs helfen.

Das Mindestkapital einer GmbH liegt bei 25.000 Euro. Dieser Betrag kann nicht nur durch Geld, sondern auch durch Sacheinlagen wie Maschinen zusammenkommen. Bei der Anmeldung im Handelsregister müssen diese Beiträge bereits geleistet sein. Die Gesellschafter haften – wie der Name schon verspricht – nur beschränkt, nämlich in Höhe ihrer Einlagen.

Die GmbH zahlt sowohl Körperschafts- als auch Gewerbesteuer. Wenn sie Gewinn an die Anteilseigner ausschüttet, kommt noch eine Kapitalertragssteuer hinzu. Die Gesellschaft ist zur doppelten Buchführung verpflichtet.