Partnergesellschaft (PartG)

Die Partnergesellschaft ist eine Alternative zur GbR. Die PartG eignet sich für Freiberufler, sofern dies das Berufsrecht zulässt. Anwälte dürfen sich beispielsweise nur mit Kollegen zusammentun, die ebenfalls in der Bundesrechtsanwaltsordnung aufgeführt sind. Für andere Selbstständige ist ein Zusammenschluss wegen des Berufsrechts hingegen nicht möglich, beispielsweise bei Notaren oder Apothekern.

Die Gründung müssen die Freiberufler schriftlich in einem Partnerschaftsvertrag festhalten. Zu den Kernelementen des Vertrages gehören dabei der Name und Sitz der PartG, die Namen der Gesellschafter sowie ihr ausgeübter Beruf, der Wohnort der Partner und der Gegenstand der PartG. Die Gründer müssen ihre Gesellschaft über einen Notar beim elektronischen Partnerschaftsregister anmelden. Der Notar muss die Unterschriften aller Partner beglaubigen. Das ist auch ein Nachteil der PartG: Sie ist deutlich aufwändiger zu gründen als eine GbR.

Die Bezeichnung des Unternehmens besteht aus drei Pflichtelementen. Der Nachname mindestens eines Partners muss im Firmennamen vorkommen. Hinzu kommen der Begriff Partnerschaft, alternativ ginge auch „und Partner“. Zudem müssen alle in der Partnerschaft vorkommenden Berufe genannt werden. Ein Beispielname wäre: Müller und Partner, Steuerberater. Wenn die Gründer wollen, können sie noch einen Fantasienamen hinzufügen.

Ein Mindestkapital müssen die Gründer nicht festlegen, allerdings müssen sie Gebühren für den Eintrag im Partnerschaftsregister zahlen. Der entscheidende Unterschied zur GbR besteht bei der PartG in der Haftung. Bei beruflichen Fehlern müssen nicht alle Gesellschafter haften, sondern nur derjenige oder diejenigen, die tatsächlich mit dem Auftrag zu tun hatten. Zwar haftet die PartG selbst, aber die anderen Partner müssen zumindest nicht um ihr Privatvermögen fürchten.

Die PartG muss keine Gewerbe- oder Körperschaftssteuer zahlen. Die Freiberufler sind allerdings verpflichtet, jeweils die Einkommenssteuer abzuführen. Je nach Beruf können sie auch umsatzsteuerpflichtig sein. Wer zudem Mitarbeiter beschäftigt, muss auch Lohnsteuer abführen.