GmbH & Co. KG

Eine besondere Form der Kommanditgesellschaft stellt die GmbH & Ko. KG dar. Die Rolle des Komplementärs übernimmt hier die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Dadurch muss der Unternehmer nicht mit seinem Privatvermögen für mögliche Schulden haften. Der Vorteil liegt auf der Hand: Sollte es zu einer Haftung kommen, bürgt nur die GmbH in Höhe ihrer Stammeinlage. Und: „Die GmbH & Co. KG wird von Gründern häufig verwendet, weil eventuelle Verluste mit den persönlichen Einkünften des Gesellschafters verrechnet werden können, der Gesellschafter kann seine Verluste also von der Steuer absetzen“, sagt Experte Hemmelrath.

Die Gründung richtet sich nach den Vorgaben einer GmbH (näheres dazu auf Seite 8). Dazu zählt unter anderem ein Mindestkapital von 25.000 Euro. Die GmbH muss also mindestens in dieser Höhe haften.

Ein Nachteil: Falls die Gründer, die hinter der GmbH stehen, einen Kredit im Namen ihrer Gesellschaft beantragen, kann es sein, dass eine Bank private Sicherheiten verlangt. Manchmal müssen sich die Gründer auch mit ihrem kompletten Privatvermögen verbürgen und haften dann doch wieder uneingeschränkt für ihr Unternehmen. Der Grund: Das Firmenkapital könnte sich ja schließlich jederzeit in Luft auflösen, wenn beispielsweise Gläubiger bedient werden müssen.

Die Gesellschafter müssen für eine GmbH & Co. KG Gewerbe- und Einkommenssteuer zahlen. Für die Komplementär-GmbH müssen sie zwar Körperschaftssteuer zahlen, allerdings nicht für die KG, in der durch die Unternehmensform der eigentliche Gewinn entsteht.