Kommanditgesellschaft (KG)

Die Kommanditgesellschaft ist sinnvoll für Gründer, die alleine über ihr Unternehmen bestimmen, aber Partner mit Kapital – also beispielsweise Investoren – beteiligen wollen. In der Fachsprache wäre der Unternehmer dann der Komplementär, die weiteren Gesellschafter die Kommanditisten.

Der Gründer könnte dann alleine entscheiden. Wenn es mehrere Komplementäre gibt, können sie jeweils alleine die KG vertreten. Die Kommanditisten sind lediglich finanziell beteiligt. Für die Gründung ist ein formfreier Gesellschaftsvertrag notwendig. Die Kommanditgesellschaft muss zwingend ins Handelsregister eingetragen werden.

Die Bezeichnung der Gesellschaft muss auf KG enden, ist aber sonst frei zu benennen. Sie kann also entweder den Unternehmensnamen oder auch den Namen der Komplementäre oder Kommanditisten erhalten. Das war früher anders, da war ein Name zwingend.

Für die Gründung braucht es, wie auch bei der GbR, kein Mindestkapital. Allerdings unterscheidet sich die Haftung. Geht es mit dem Unternehmen den Bach runter, haften die Kommanditisten in Höhe ihrer Geschäftseinlagen, während der Komplementär sein gesamtes Privatvermögen opfern muss. Das gilt auch für Schulden wie etwa Steuerschulden. Bis zu fünf Jahre nach seinem Ausscheiden kann ein Gesellschafter noch für die Verbindlichkeiten der KG haften.

Genau wie die GbR muss auch die KG Umsatz- und Gewerbesteuer zahlen. Nur bis zu einem Freibetrag von 24.500 Euro wird dieser nicht fällig. Auf die Gewinne muss sowohl der Komplementär als auch der Kommanditist Einkommenssteuer zahlen. Zudem verlangt der Fiskus von einer KG eine doppelte Buchführung inklusive Jahresabschluss und Gewinn- und Verlustrechnung.