Tipp 6: Nutzt die Kanäle, die zu eurem Start-up passen!
Wenn ein Artikel über das Start-up erscheint, bleibt die Frage: Teile ich ihn über Facebook, Twitter oder doch lieber Instagram? Oder schreibe ich lieber einen Blogeintrag? Oder spreche einen bekannten Blogger meiner Branche an? Die Antwort auf diese Fragen lautet auch in diesem Fall: Omnipräsenz bringt wenig. Stattdessen muss sich ein junges Unternehmen für eine Strategie entscheiden.

„Ein Start-up muss schon vor seinem ersten Facebook-Post, vor seinem ersten Tweet und auch vor seinem ersten Instagram-Bild genau wissen, wofür das Unternehmen den Kanal nutzen will“, sagt Rupp. Es sei mehr Wert, zwei Kanäle „richtig gut“ zu machen, als auf allen Kanälen ein bisschen vertreten zu sein. Doch es kommt nicht nur auf den Kanal selbst an, sondern auch auf das „Wie“, sagt Piabo-Chef Bonow: „Die Frage ist: Wie sieht meine Geschichte in 140 Zeichen aus? Und wie erzähle ich sie auf einem privaten Kanal wie Facebook?“

Youtube versus Facebook versus Instagram

Allerdings sollte die Wahl des Kanals immer auch von dem eigenen Produkt abhängen. Ein Lebensmittel-Start-up kann beispielsweise von dem Trend profitieren, dass Menschen ihr Essen gerne auf Facebook und Instagram teilen. Twitter hingegen bringt da wenig, weil das Netzwerk weniger stark über Bilder funktioniert. Ein Hardware-Unternehmen profitiert mehr, wenn es ein Videotutorial auf Youtube hochlädt und zeigt, was der Konsument mit dem Produkt alles machen kann.

Wer aus der digitalen Welt hinein in die reale will, kann auch auf Messen seine Kunden ansprechen. Aber auch dieser Weg eignet sich nicht für jedes Start-up. „Eine Wetter-App kann auf einer Messe wenig zeigen“, sagt Expertin Rupp von Mashup Communications, „ein Hardware-Start-up hingegen kann mit seiner Haptik punkten: Die Besucher können das Produkt anfassen und auch testen.“

Für ein Start-up, das gezielt Investoren ansprechen will, können hingegen Pitches oder Konferenzen die bessere Plattform bieten. „Ein guter Pitch, eine gute Präsentation überzeugt einen Geldgeber manchmal eher als ein perfekt ausgearbeiteter Businessplan“, sagt Piabo-Chef Bonow.