Tipp 2: Der Gründer muss nicht immer im Fokus stehen
Es wirkt zunächst wie ein Widerspruch zum ersten Tipp. Doch weil der Gründer gewöhnlich nicht der einzige Mitarbeiter seines Start-ups ist, muss er sich auch nicht allein ins Rampenlicht stellen. Gerade, wenn der Gründer lieber abseits der Scheinwerfer steht, muss er den Fokus nicht unbedingt auf sich selbst lenken. „Die Strategie muss zur Person passen“, sagt Miriam Rupp. Und eine persönliche Geschichte lässt sich nicht nur am Gründer erzählen, sondern auch am Konsumenten oder am Nutzer.

Als Beispiel nennt die Marketingexpertin Rupp den Fall Airbnb. Wenn ein Nutzer dort seine Wohnung untervermiete und dank dieses Geldes eine Weltreise machen könne, sei er das perfekte Aushängeschild für das Start-up. „Beim Storytelling geht es nicht darum, dass der Gründer der Held ist, sondern dass die Erzählung den Kunden bewegt“, erklärt Rupp. Gerade für Start-ups wie Etsy oder Dawanda, auf denen die Nutzer ihre eigenen Produkte anbieten, sei diese Art von Marketing perfekt. Ob die persönliche Geschichte nun vom Gründer stammt oder vom Kunden selbst, macht fast keinen Unterschied.