Tipp 1: Gesicht zeigen
Eines der wichtigsten Marketinginstrumente heißt Storytelling. Das heißt: Erzähl eine Geschichte. Weil das Start-up anders als ein großes Unternehmen oft noch keine Erfolgsgeschichte vorweisen kann, muss die junge Firma einen anderen Fokus suchen. Miriam Rupp empfiehlt in der Beratung häufig den „menschlichen Aspekt“. Als Beispiel nennt sie Claus Hipp, der in der Werbung stets den Satz äußert: „Dafür stehe ich mit meinem Namen.“ Die Marketingexpertin von Mashup Communications sagt: „Das müssen auch Start-ups machen.“ Durch die persönliche Komponente wird das junge Unternehmen greifbarer, das Start-up bekommt ein Gesicht.

Der klassische Weg für einen Gründer, um eine persönliche Geschichte zu erzählen: die eigene Motivation herausstellen. Zu erzählen, warum er das Start-up gegründet hat, schafft Nähe, weil sich der Verbraucher mit der persönlichen Geschichte eher identifizieren kann als mit irgendeinem neuen Feature.

„Der Gründer ist der erste Verkäufer“

Für Tilo Bonow, Gründer und Geschäftsführer der Berliner Marketingagentur Piabo sowie Business Angel, zählt die persönliche Anekdote auch deshalb, weil sich ein Gründer seiner Ansicht nach präsentieren können muss. „Der Gründer ist der erste Verkäufer des Unternehmens“, so Bonow. Es sei wichtig, dass er sich sicher in der Öffentlichkeit bewege und auch wohlfühle. Und: „Der Gründer muss sein Geschäftsmodell erklären können, um beim Konsumenten ein Verständnis für das Produkt zu wecken“, sagt der Experte.