Tipp 9: Reagiert auf aktuelle Themen!
Als der Generalbundesanwalt gegen „Netzpolitik.org“ wegen Landesverrat ermittelte, reagierte das Start-up Protonet mit einem provokanten Video: In dem Film kritisiert eine asiatische Bloggerin auf Chinesisch, dass man nicht wisse, wer wo mitliest, dass man nicht sicher sei. Am Ende des knapp eineinhalbminütigen Beitrags sagt sie: „Es ist bizarr, aber hier zu leben, fühlt sich manchmal so an, als wären wir in China.“ Die Kamera schwenkt von ihrem Gesicht auf den Reichstag im Hintergrund, der Satz „Mit solidarischen Grüßen an Netzpolitik.org“ wird eingeblendet, dann der Name des Start-ups.

Ein aktuelles Video zu einem aktuellen Thema: Miriam Rupp schätzt diese Schnelligkeit an Start-ups. „Junge Unternehmen sind viel agiler und können schnell reagieren“, sagt die Geschäftsführerin von Mashup Communications. Während die Pressestelle eines großen Konzerns erst viele Menschen fragen muss, bevor sie auf ein aktuelles Thema reagieren kann, sind junge Unternehmen agiler und können binnen weniger Stunden das Thema aufgreifen. Auch damit kann es das Start-up in die Berichterstattung schaffen oder zumindest Aufmerksamkeit erzeugen. Das Video von Protonet haben sich mittlerweile mehr als 10.000 Personen angeguckt.

„Kopfhörer und Salatbesteck“

Auch Amorelie hat den Kommentar der „BZ“ nicht einfach schweigend zur Kenntnis genommen. Auf Twitter reagiert das Start-up auf die Kritik an seiner Kampagne mit den Worten „Polarisierende Werbung in Berlin von Amorelie“. Darunter ist ein Bild zu sehen, auf dem Gründerin Lea-Sophie Cramer die „BZ“ liest und zwei Frauen den Paarvibrator als Salatbesteck beziehungsweise Kopfhörer verwenden. Die Werbezeile dazu: „Kopfhörer und Salatbesteck bei amorelie.de“.