Die Einstellung in der Start-up Szene: Machen! Scheitern gehört zum guten Ton und ist im Nachgang auch kein Scheitern, sondern eher ein Stolpern. Auf den Fuck-up Nights wird dem Stolpern auch öffentlicher Raum gegeben. Scheitern macht auch nahbar und interessant. Niemand möchte eine Werbestory hören, über die allzu perfekte Karriere, das allzu perfekte Unternehmen und das allzu perfekte Produkt. Davon kann niemand etwas lernen. Viel spannender ist doch das Leben. Projekte scheitern – der Mensch dahinter macht aber weiter. Offenheit ist das neue Schlagwort.

Mentoring – das beste Talent Management

Konzerne müssen ihren Führungsfrauen diese Transparenz zugestehen. Ein feingeschliffenes Interview, das eine glatte Formulierung nach der anderen beinhaltet, geht an der Lebenswirklichkeit der Frauen vorbei. Aussprechen, ansprechen, Vorbild sein. Hands-on statt Perfektion!

Inspiration und Rolemodels helfen Frauen, die auf dem Weg sind eine Führungsposition zu übernehmen. Wer sich an anderen orientieren kann, nimmt auch viel für den eigenen Weg mit! In der Start-up Szene sind Mentoringprogramme mittlerweile Bestandteil vieler Accelerators. Diese Mentoringprogramme sollten insbesondere auch Führungskräfte aus Konzernen mitgestalten – nur wer frühzeitig die Skills und Ratschläge von Führungsfrauen mitbekommt, wird diese auch als Motivation und Ansporn nutzen können.

Mehr Frauen in Führungspositionen

Nicht nur Start-up Frauen können Rolemodels sein, sondern gerade auch Führungsfrauen in Konzernen! Der best vorbereitete Pitch bringt nichts, wenn mir die Skills fehlen, diesen auch vorzutragen. Eine Mentorin, beispielsweise aus einem Konzern, kann der ideale Sparringspartner für die Anfangsidee eines Start-up zu sein!

Konzerne können von Start-up Frauen Risikobereitschaft, Networking und Generierung von Aufmerksamkeit lernen – doch auch Start-up Frauen können viel von Konzern-Frauen lernen: Etablierung von Strukturen, Anwendung von Strategien und langfristige Planungen. Gegenseitiges lernen, jenseits des Produktes wird beiden Seiten helfen, in Zukunft mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen! Wenn wir Sheryl Sandbergs wollen, müssen wir sie eben auch machen!