Ihr Tipp: Situationen, in denen man einerseits total entspannt, aber andererseits einen körperlichen Reiz spürt. Etwa unter der warmen Dusche oder beim Sport. „Dann knüpfen sich Verbindungen zwischen kleineren Neuronen-Netzwerken und man kommt auf die besten Ideen“, meint Goos. In ähnlicher Weise festigt sich Gelerntes erst im Schlaf richtig.

Stress schränkt aber nicht nur die Kreativität ein. Zudem sorgt er durch eine Adrenalin- und Kortisol-Dusche für impulsive Entscheidungen. Und die sind nicht immer gut.

Zwischen halbgestresst und halbleistungsfähig eingependelt

Was also tun? Methoden gegen Stress sind viele im Angebot. Angefangen in der wundbaren Shopping-Welt: Anti-Stress-Tee, Anti-Stress-Weichspüler, Anti-Stress-Knautschbälle, Anti-Stress-Entscheidungswürfel („Morgen ist auch noch ein Tag“, „Pause machen“, „Vielleicht). Die meisten Deutschen gehen laut einer Forsa-Umfrage in die Natur, um Stress abzubauen, lesen ein Buch, faulenzen einfach oder treiben Sport.

Doch was hilft wirklich? Und was ist für Gründer und Unternehmer gangbar? Ideen wie eine gesetzliche Anti-Stress-Verordnung gegen E-Mails im Urlaub zielen schließlich vor allem auf Arbeitnehmer.

Miriam Goos rät Gründern zur Selbstdisziplinierung: „Das Anstrengungsniveau sollte einen Wellenverlauf haben: Zeiten der Spitzenleistung müssen sich mit Entspannung abwechseln.“ Sonst würde man sich irgendwann auf einem mittelmäßigen Niveau von halbgestresst und halbleistungsfähig einpendeln.