Auch die Vielfalt der Aufgaben war ein Pluspunkt: „Ich kümmere mich nicht nur um die Softwareentwicklung, sondern auch um den Aufbau des Teams, so dass die Arbeit nie eintönig wird.“

Als Recruiter weiß auch David Linner selbst wie es ist auf der Suche nach fähigen Softwareentwickler zu sein: „Es ist in den letzten Jahren nicht einfacher geworden, gute Leute zu finden. Dabei greifen wir häufiger auf die Hilfe von Headhuntern zurück, denn in einer Branche, in der gefühlt Vollbeschäftigung herrscht, werden die Alternativen knapp.“

Die Hoffnung bleibt

Eine Untersuchung des Branchenverbands Bitkom vom Oktober 2013 ergab 39.000 offenen Stellen für IT-Experten, im Jahr davor waren es sogar 42.000. Bitkom-Präsident Dieter Kempf sprach damals von einem strukturellen Problem, das dauerhaft und weitgehend unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung bestehe.

Dass das nicht gut klingt, weiß auch Martin Brücher und dennoch hofft er, dass sich sein Start-up in Zukunft im Kampf um die besten Experten durchsetzen kann. Mittlerweile haben und seine Kollegen angefangen selbst zu headhunten, denn einen Profi können sie sich nicht leisten. Auf Xing und Linkedin schreiben sie potentielle Kandidaten an und durchforsten Freundes-und Bekanntenkreise: „Wir fragen wirklich jeden, ob sie jemanden kennen, der jemanden kennt…“

Nicht aufgeben ist die Devise. Die Hoffnung bleibt, dass er seine Kunden auf der kommenden Fashion Week nicht mehr vertrösten muss.