Wie könnten neue Engagements aussehen?

Im vergangenen Jahr haben wir etwa schon Hi-Phen identifiziert – ein Start-up aus dem Agrarsektor. Deren Sensoren messen über und unter der Erde Temperatur, Sonneneinstrahlung oder den Wasserstress der Pflanzen auf Feldern. Vernetzt durch Vodafone werden die Daten übertragen, aufbereitet und an das Smartphone oder Tablet des Acker-Besitzers gesendet. So hilft die Lösung langfristig dabei, die Ernte zu steigern und -ausfälle zu vermeiden. Wir haben dem Start-up geholfen, ihre Lösung zu optimieren und einen Piloten zu starten. Ein erstes Testfeld haben wir in Franken gerade gemeinsam mit Bosch gestartet. Auch Soccerwatch.tv – ein Start-up, das die Live-Übertragung von Amateurfußballspielen möglich macht – ist ein Beispiel. Da liefern wir die Sendetechnik über LTE. Vor allem aber können wir die Firma bei ihrem Markteintritt stark unterstützen.

Sie wollen also vor allem als Vertriebspartner auftreten und nicht investieren?

Wir wollen den Start-ups etwas bieten. Und das sind vor allem Kontakte zu Geschäftskunden, die Visibilität am Markt und die Möglichkeit, die Technik im Rahmen unserer Labore zu verfeinern und zu präsentieren. Aber seltene Ausnahmen bestätigen die Regel: Wenn uns ein Start-up überzeugt und für einen gemeinsamen Erfolg eine Investition sinnvoll ist, schließe ich das Thema Finanzierung nicht aus.

Wie stark ist der deutsche Fokus des neuen Programms?

Wir sind nicht nur an deutschen Start-ups interessiert, sondern an den Besten weltweit. Mit 60 Millionen verbauten Sim-Karten in IoT-Geräten können wir den Start-ups etwas bieten – da fürchten wir keine Konkurrenz. Im globalen Konzern nehmen wir eine führende Rolle beim Thema Innovationen ein.  Wir überlegen im Unternehmen, wie wir das Konzept im größeren Rahmen gestalten können. Da gibt es noch keine Entscheidung – aber das könnte auch in Deutschland stattfinden.