Business Angels investieren eine sechsstellige Summe. Dank der Social Media-Suchmaschine sollen Unternehmen ihre Produkte zielgenauer vermarkten können.

Der Markt für Influencer-Marketing ist riesig. Im März 2018 veröffentlichte die Beratungsagentur Goldmedia eine Untersuchung, in der sie prognostizierte, dass die Summe der Ausgaben in diesem Bereich in der DACH-Region binnen zwei Jahren an der Milliarden-Grenze kratzen soll.

Ein Markt, auf dem auch die Gründer des Hamburger Start-ups Vimato mitmischen wollen – und zwar mit einem speziellen Ansatz. Anders als bisher setzen sie nämlich nicht auf professionelle Influencer, sondern auf die Kanäle kleinerer, weniger bekannter Instagrammer.

Die seien viel glaubwürdiger, findet Co-Gründer Peter Goeke. “Bisher wurden vor allem kostspielige Kampagnen mit großen Influencern unter hohen Streuverlusten von Agenturen umgesetzt. Wir werden dagegen zahlreiche maßgeschneiderte Micro-Influencer-Kampagnen aufsetzen und skalieren. Die Reichweite des Einzelnen ist in unserem Geschäftsmodell sekundär. Unser Algorithmus bewertet stattdessen die Qualität der Verbindungen.”

Für diesen Ansatz hat das Hamburger Start-up nun Geld erhalten. Business Angels aus Hamburg und Berlin investierten einen mittleren sechsstelligen Betrag. Die genaue Summe und die Namen der Geldgeber wollte Peter Goeke auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer nicht verraten: “Die Investoren wollen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch bedeckt halten.” Das neue Kapital soll für die Weiterentwicklung und Markteinführung der Plattform, die Ende des Jahres erfolgen soll, verwendet werden.

Das 2018 gegründete Tech Start-up entwickelt eine B2B Software-as-a-Service Lösung. Diese soll es KMUs und Corporates sowie deren Werbeagenturen ermöglichen gegen einen monatlichen Betrag auf der Such-Plattform mithilfe von Machine-Learning-Verfahren echte Markenfans zu identifizieren. Diese werden dann als Markenbotschafter eingesetzt, um die Produkte unter ihren Follower zu promoten. “Das Ergebnis: Glaubwürdige Fans geben im Social Web ihre Erfahrung an die Menschen weiter, die sich auch wirklich dafür interessieren”, erklären die Gründer.

Um den Effekt dieser Kampagnen messen und abbilden zu können, kooperiert Vimato mit der Universität Hamburg. Aktuell arbeitet das Start-up mit einigen größeren Pilotkunden aus dem Mode und Auto- Segment zusammen.

Vimato wurde im Juli 2018 gegründet und nahm im Gründungsjahr am Hamburger Innovationsförderprogramm der IFB Innovationsstarter in Höhe von 75.000 Euro teil.