Sollten Gründer bei der Einstellung neuer Mitarbeiter auf Generalisten oder auf Experten setzen? Florian Heinemann vom Berliner VC Project A weiß Rat. 

Montag ist Kolumnentag bei WiWo Gründer. Regelmäßig gibt an dieser Stelle das Team des Start-up-Investment-Fonds Project A sein Wissen weiter und beantwortet Fragen unserer Leser. Für den aktuellen Beitrag stand Florian Heinemann vor der Kamera. Er ist Mit-Gründer und Geschäftsführer von Project A. Davor war der WHU-Absolvent lange Geschäftsführer bei Rocket Internet und half unter anderem dabei Zalando groß zu machen. Heinemann wird auch auch gern “Online-Marketing-Guru” genannt. In seiner Videokolumne gibt er sein Wissen weiter.

Die Auswahl des Teams ist ein wichtiger Aspekt, der über den Erfolg eines Start-ups mitbestimmt. Doch auf wen sollen die Gründer setzen? Auf Generalisten oder auf Experten? Keine einfache Frage, sagt Florian Heinemann, Partner beim Berliner Wagniskapitalgeber Project A. Um sie zu beantworten, müsse man sich ansehen, in welchen Stadium das Start-up stecke.

 

Sein Tipp: In einer frühen Phase seien Generalisten als Problemlöser besonders wichtig. Je weiter die Entwicklung voranschreite, wenn beispielsweise ein initialer Product/Market Fit stattgefunden habe, müsse man Experten an Bord zu holen – dann allerdings spätestens: “Wir empfehlen immer vorausschauend zu denken und Einstellungen bereits vorzunehmen, wenn man sie eigentlich noch nicht braucht – und sogar dann, wenn man sie sich genau genommen finanziell in diesem Moment nicht wirklich leisten kann. Es wäre falsch an der Expertise zu sparen. In diese Finanzierungslücke springen auch gerne Wagniskapitalgeber ein, weil sie wissen, wie wichtig sie für das Vorankommen des Start-ups ist.”

Welche Themen würden Sie in den kommenden Folgen interessieren? Was würden Sie gern von Florian Heinemann und seinen Kollegen wissen? Schreiben Sie Wünsche gerne in die Kommentare oder an gruender@wiwo.de unter dem Stichwort „Project-A-Kolumne“.