Auf die Bundesrepublik übertragen lassen sich die Ergebnisse nur eingeschränkt. Trotzdem lässt sich der Trend zur selbstbestimmten Tätigkeit auch in Deutschland feststellen, wie jüngst der KfW-Gründungsmonitor 2015 zeigte. Demnach stieg die Zahl der Gründer 2014 um 47.000 auf 915.000. Immer mehr starten demnach ihr Geschäft nicht mehr nebenbei, sondern in Vollzeit. Und auch hierzulande entscheiden sich 48 Prozent freiwillig für die freie Tätigkeit, nur in 30 Prozent der Fälle gründen die Menschen aus der Not heraus.

Nur zwei Prozent der unter 35-Jährigen haben gegründet

Zwar rechnet die KfW für das laufende Jahr wieder mit weniger Gründern. Das dürfte aber vor allem der guten Konjunktur geschuldet sein, da sich in Zeiten wachsender Wirtschaft weniger Menschen selbstständig machen.

Die Unternehmen, die nach Fachkräften suchen, müssen aber nicht gleich verzweifeln. Auch wenn die freie Tätigkeit zur Konkurrenz wird, so werden doch nicht alle Menschen unter 35 Jahren gründen. Laut Generation-Y-Experte Jason Dorsey finden sich in den jüngeren Jahrgängen zwar immer mehr Interessierte, die sich vorstellen können, ein Unternehmen aufzubauen. Allerdings zeigt eine Untersuchung des US-Konzerns Amway auch, dass sich gerade einmal zwei Prozent der Deutschen im Alter von bis zu 35 Jahren selbstständig gemacht haben.