Beratung ist nicht nur beim Preis wichtig, sondern auch bei vielen Verfahrensfragen. Bleibt die Rechtsform des Unternehmens erhalten oder wird sie geändert? Zum Beispiel weil Alt- und Neu-Inhaber das Unternehmen in einer Übergangsphase zusammenführen möchten. Soll es ein Share Deal oder ein Asset Deal sein? Das heißt quasi ein Komplettkauf oder eine mehrteilige Übereignung der einzelnen Wirtschaftsgüter. Und wann genau informiert man Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner über den Inhaber-Wechsel? Ohne Beratung von Rechtsanwälten, Steuerberatern und anderen Experten geht es nicht.

Finanzierung häufigstes Problem

Der größte Stolperstein der Unternehmensnachfolge liegt laut DIHK aber in der Finanzierung. Für eine Übernahme benötigen Gründer meist wesentlich mehr Geld als für eine Neugründung, bei der man klein anfängt. Allerdings stehen Nachfolgern ebenso viele öffentliche Kredite und Zuschüsse zu wie Neugründern – was laut dem Institut für Entrepreneurship, Mittelstand und Familienunternehmen (EMF-Institut) viele Gründer nicht wissen. Übersichten zu Finanzierungsmöglichkeiten gibt es unter anderem beim EMF-Institut und in der Förderdatenbank des Wirtschaftsministeriums.

Im Nachfolge-Wiki des EFM-Instituts finden Existenzgründer generell viele Informationen zum Thema Unternehmensnachfolge, inklusive Checklisten. Aktuelle News zum Thema gibt es auf den Themenseite Unternehmensnachfolge der Wirtschafwoche.

Übrigens: Nachfolger rücken längst nicht nur bei Rentenwünschen des Altunternehmers nach. Viele Übernahmen sind spontan nötig, da der bisherige Unternehmer überraschend verstorben oder ernsthaft erkrankt ist. Also nach der Übernahme am besten von Anfang an einen Plan für die eigene Nachfolge ausarbeiten.