Im Elevator Pitch der WirtschaftsWoche treten heute die Gründer von Unitverse, Matthias Müller und Valeri Liebert, an. Sie haben einen digitalen Check-in für Restaurantbesucher entwickelt. Wie urteilt der Investor?

Matthias, Valeri, ihr habt eine Minute im Fahrstuhl mit einem möglichen Geldgeber. Wie lautet euer Elevator Pitch?
Wir helfen Gastronomen, Hoteliers und Fitnessstudios, die Coronakrise zu überstehen. Über unsere Website oder App namens Twoogether können sich Gäste digital etwa am Tisch einchecken. So entfällt die Registrierung auf Papier. Das funktioniert per QR-Code oder sechsstelliger Nummer. Wir sind die Einzigen, die die E-Mail-Adresse der Gäste verifizieren. Die Daten löschen sich nach der Aufbewahrungsfrist von selbst. Über die Registrierung hinaus bieten wir etwa den Restaurants viele Zusatzfunktionen an. Gäste können über App oder Website den Kellner rufen oder die Rechnung bestellen. Wir planen sogar, dass Gäste künftig über unsere Plattform zahlen können. Und Systemgastronomen können den Gast informieren, wenn sein Essen fertig ist.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Matthias ist Chef eines Unternehmens, das etwa Prämienprogramme für die Gastronomie betreibt. Deshalb kennt er deren Sorgen. Im Frühjahr wurde uns klar, dass die Branche für die Coronazeit technische Lösungen braucht.

Und wie verdient ihr damit Geld?
Aktuell ist alles kostenlos. Zusatzangebote etwa für Marketing, Bezahlung oder Reservierung sollen künftig aber den Umsatz generieren.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d) Valeri ist IT-Profi, wir verbinden so das nerdige mit dem Vertriebswissen, und bringen so zwei Welten zusammen.

Wie sieht es mit Vielfalt in eurem Unternehmen aus?
Wir sind ja aktuell zu zweit. Valeri kommt aus Russland, und wir werden auch weiterhin auf Internationalität achten.

Was war euer größter Rückschlag?
In der kurzen Zeit, die es uns gibt, hatten wir noch keine größeren.

Wo steht ihr in fünf Jahren?
Dann sind wir die Anwendung in Europa, wenn es um den digitalen Austausch von Kontaktdaten zwischen Verbrauchern und Unternehmen geht.

Fakten zum Start-up

Kunden: keine Angabe
Finanzierung: eigene Mittel
Gründung: 2020 in Hamburg
Mitarbeiter: 2

Würde der Profi investieren?

Idee: 2/5
Geschäftsmodell: 1/5
Timing: 3/5

Urteil: „Coronabedingt entstanden viele ähnliche Lösungen. Kaum eine wird es schaffen, sich ausreichend zu verbreiten. Auch sind viele Produkte wie die von Unitverse kostenlos. Ich sehe nicht, dass man hier ein stabiles Geschäftsmodell aufbauen kann“
Peter Hornik ist Gründer und Chef des Düsseldorfer Start-up-Inkubators 1st Mover.

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