Mein Unternehmen basiert auf zwei Standbeinen: Ich berate Unternehmen wie zum Beispiel Destillerien oder auch Hotels und Restaurants in Sachen Whisky – von der Öffentlichkeitsarbeit und Werbung über den Whisky-Einkauf bis zum Eventmanagement. Außerdem können Firmen mich als Whiskyreferent buchen, ebenso wie Privatleute für Whiskyverkostungen.

Menschen für das Thema Whisky begeistern zu können, macht mir Spaß. Und das Interesse an diesem Getränk ist groß, nicht nur bei älteren Leuten. Viele meiner Kunden sind in meinem Alter und auch Frauen haben Spaß an Tastings: So wie die 40-Jährige Dame, deren Mann ihr und ihren Freundinnen einen Verkostungsabend bei mir schenkte.

Heute, mehr ein Jahr nach der Gründung, weiß ich: Meine anfänglichen Zweifel waren vollkommen irrational. Ich habe größeren Spaß an dem, was ich heute tue. Ich habe außerdem viel über mich gelernt – zum Beispiel, dass ich meinen Perfektionismus ablegen muss. Selbstständigkeit bedeutet auch, permanent Kompromisse eingehen zu müssen.

Als ich mein Unternehmen gestartet habe, gab es noch keine bis ins Detail ausgearbeitete Webseite oder den perfekten Flyer – glücklicherweise kamen dennoch Aufträge rein, auch ohne viel Werbung. Wichtig ist eigentlich nur: Man darf sich nicht verzetteln – und muss manchmal einfach loslegen.