Die kompletten Leistungen von Number26 sind kostenlos. Wie finanziert sich das Start-up?

Wir haben Investoren gefunden. Davon finanzieren wir uns auch zum großen Teil. Natürlich verdienen wir auch an den Händlern, wo mit unserer MasterCard bezahlt wird. Ein Teil dieser Gebühren fließt dann an uns. Wir denken aber auch über mögliche Kooperationen mit anderen Unternehmen nach, um weitere Produkte, zum Beispiel im Savings-Bereich, anbieten zu können.

Bei ein Konto zu eröffnen, scheint ziemlich einfach. Durch eine Video-Verifikation wird der Kunde identifiziert. Wie garantieren Sie Ihren Kunden Sicherheit?
Grundsätzlich erfüllen wir alle banküblichen Sicherheitsstandards. Die Kunden werden aufgefordert, ihr Konto mit ihrem Smartphone verknüpfen, sodass nur mit diesem Handy auf das Konto zugegriffen werden kann. Außerdem wählen die Kunden, wenn Sie sich bei uns angemeldet haben, eine Pin für ihre MasterCard, der dann zusätzlich auch bei der Autorisierung einer Überweisung in die App eingegeben werden muss. Sollte doch einmal ein Fremdzugriff auf das Konto stattfinden, werden die Kunden selbstverständlich entschädigt – wir haben dies aber trotz zehntausender Transaktionen noch nie gesehen.
Was war Ihre Motivation Number26 ins Leben zu rufen?

Grundsätzlich ist es schwer ein neues Unternehmen in einem Markt zu etablieren, der kapitalintensiv und stark reguliert ist. Aber mein Mitgründer und ich hatten Anfang 2013 die Idee, Banking grundsätzlich neu zu gestalten. Wir waren mit dem bisherigen Angebot aus Kundensicht unzufrieden – wie es übrigens viele andere Menschen auch sind. Daraus entsteht eine Wechselstimmung. Gerade junge Leute legen Wert auf Flexibilität, die traditionelle Banken, gerade mit Blick auf das mobile banking, nicht bieten können.