Er setzt vor allem auf Geschäftskunden. Denn in seinem früheren Job als Unternehmensberater hat Lober selbst erlebt, wie frustrierend berufliche Trips sein können. Voya ist zwar erst seit acht Wochen auf dem Markt, aber die ersten Unternehmen bezahlen bereits für Lobes Reiseservice.

Campanda: Airbnb für Wohnmobile

Eine völlig andere Zielgruppe bedient Chris Möller. Sein Start-up Campanda vermietet in 36 Ländern Wohnmobile – wobei Möller nur die Plattform zur Verfügung stellt, die Fahrzeuge vor Ort gehören Privatleuten oder kleineren Unternehmen. Bedarf dürfte es reichlich geben, nach Angaben von Möller fahren allein in Deutschland 1,3 Millionen Wohnwagen und Wohnmobile auf den Straßen umher.

Campanda will bei den Kunden vor allem mit einem einfachen Buchungssystem und Verlässlichkeit punkten. Damit die Anbieter ihre Versprechen halten, arbeitet das Unternehmen mit einem Bewertungssystem und behält sich vor, einzelne Anbieter abzumahnen oder ganz auszuschließen.

Bei allem Gründergeist gibt es durch den Digitalisierungstrend auch Verlierer in der Branche, Reisebüros zum Beispiel. Ihr Service ist in Zeiten der Online-Buchung weniger gefragt, sagt Tourismus-Expertin Ulrike Regele.

Kai Michael Schäfer will seinen Strand-Service auch weiter kostenlos anbieten. Er hat andere Wege gefunden, um Geld zu verdienen. Eine Möglichkeit ist die Kooperation mit anderen Reiseunternehmen. Der Beach-Inspector vermittelt seine Nutzer dann zum Beispiel an ausgewählte Hotels oder Ferienwohnungen in der Nähe des Traumstrandes. Außerdem zahlen einige Regionen bereits dafür, dass die Strände bewertet werden. „Wir stellen ihnen strukturierte Informationen zur Verfügung“, sagt Schäfer, „die sie selbst den Touristen nicht bieten können.“