Die Zahlen zeigen ebenfalls eine beeindruckende Entwicklung: Bis zu 60 Unternehmen betreute die Gesellschaft zwischenzeitlich. Der Schwerpunkt lag hierbei auf den Bereichen Optische Technik, Medizintechnik und Softwareentwicklung. Aus dieser Standortgemeinschaft technologieorientierter Existenzgründer siedelten sich 22 erfolgreich in Jena an, zwei in der Umgebun und nur drei zog es weiter weg, etwa nach Bayern oder Berlin.

Zur gleichen Zeit entstanden insgesamt 36 Neugründungen aus dem universitären Milieu. Besonders im Bereich der Optik kam es in den letzten fünf Jahren zu zahlreichen Innovationen. Im Gegensatz zu anderen Standorten ist es TIP und der Dachmarke StartUp Centre Jena noch nicht gelungen, dass Firmen, wie Schott oder Jenoptik, sich an den Neugründungen beteiligen. Einige große Unternehmen haben ihre hauseigenen Ideenschmieden oder richten ihre ganze Aufmerksamkeit eher auf internationales Terrain, so dass sie das Gründungspotential in der eigenen Stadt womöglich übersehen. Zwar werden auch in Jena manche Firmen von den Großen eingegliedert, aber das geschehe zum einen selten und zum anderen erst mit fortgeschrittenem Alter und bereits gewachsenen Unternehmen, nicht in der Findung und tatsächlichen Gründungsphase. Dabei handele es sich nicht um eine Einbahnstraße, sagt Randolf Magull. Die Unternehmen profitieren von Verbundprojekten oder gar Zusammenschlüssen.

„“Die Nachfrage ist groß: Die Auslastung unseres Zentrums lag in den letzten Jahren immer bei 100 Prozent und selbst das erst April eröffnete Technikum am Campus der Ernst-Abbe-Hochschule ist mit seinen 1500 Quadratmetern bereits zu 90 Prozent belegt“, sagt Randolf Magull. „Aber wir werden immer einen Platz finden.“ Wie bei allen Standorten des TIP liege die Prämisse bei einer möglichen Vergrößerung darin, die Nähe zur angewandten Forschung, zum Universitätsklinikum und zum Zentrum der Stadt nicht zu verlieren.