Der neue Fonds der Stiftung will ab August investieren. Das Geld kommt vom Versicherer Mobiliar, Pensionskassen und privaten Anlegern.

Mehr Geld für Schweizer Start-ups: 190 Millionen Franken – umgerechnet gut 170 Millionen Euro – hat die Swiss Entrepreneurs Foundation (Swiss EF) in einer ersten Runde für einen neuen Wachstumsfonds eingesammelt. Das Geld soll ab August in Start-ups sowie innovative kleine und mitteständische Unternehmen investiert werden, teilte die Ende 2017 gegründete Stiftung gestern mit. Zudem soll das Fundraising noch fortgesetzt werden, die Zielmarke liegt bei 500 Millionen Franken.

Die Swiss Entrepreneurs Foundation wurde von mehreren Unternehmen – darunter sind die Versicherung Mobiliar und die Großbanken UBS und Credit Suisse – sowie einer Stiftung gegründet. Erklärtes Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Unternehmer zu verbessern. Größter Geldgeber für den Wachstumsfonds ist die Mobiliar, die sich mit 76 Millionen Franken beteiligt. Das Unternehmen gilt als die älteste private Versicherungsgesellschaft der Schweiz.

Schweiz auf Platz vier in Europa

Von den nun für den Fonds eingesammelten 190 Millionen Franken sollen rund 120 Millionen in andere, bestehende Fonds fließen. Maximal 70 Millionen sollen direkt in ausgewählte Unternehmen investiert werden, die einen Finanzierungsbedarf zwischen fünf und 15 Millionen Franken haben. Voraussetzung auf Seite der Start-ups ist, dass sie entweder ihren Hauptsitz in der Schweiz haben oder dort einen großen Teil ihres Umsatzes machen.

Die zusätzlichen Gelder passen in den Trend: Laut Erhebungen des Swiss Venture Capital Reports steigt das Volumen des in der Schweiz investierten Wagniskapitals seit 2012 kontinuierlich an. Demnach flossen im vergangenen Jahr 1,24 Milliarden Franken über 230 Finanzierungsrunden in Start-ups. Zu ähnlichen Zahlen kam das Start-up Barometer Europa des Beratungsunternehmens EY. Im europäischen Vergleich lag das Land gemessen am Transaktionsvolumen auf Platz vier hinter Großbritannien (7,2 Milliarden Euro), Deutschland (rund 5 Milliarden Euro) und Frankreich (knapp 3,5 Milliarden).