Das Berliner Unternehmen setzt auf datengetriebene Kampagnen für große Unternehmen. Der Formel-1-Weltmeister soll neben Geld auch Kontakte mitbringen.

Werbung für soziale Netzwerke: Mit Clips, die für Facebook oder Instagram optimiert sind, konnte Stoyo unter anderem Kunden wie die Telekom, DHL oder Edeka überzeugen. Nach eigenen Angaben stammen im laufenden Jahr sechs der zehn erfolgreichsten Facebook-Spots von dem Start-up. Jetzt steigt ein besonderer Investor ein: Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg, der 2016 seine Karriere beendet hat, beteiligt sich mit einer nicht genannten Summe an Stoyo.

Neben dem Geld soll Rosberg den Berlinern vor allem mit Kontakten helfen: „Nico verfügt über ein großes internationales Netzwerk und wird uns die ein oder andere Tür aufmachen, die man sonst nicht so leicht aufbekommt”, lässt sich Stoyo-Gründer Patrick Bales in einer Pressemitteilung zitieren. Neben dem deutschen Markt ist Stoyo im Moment vor allem in den USA unterwegs.

Talentsuche nach Entlassungsrunde

Aktuell hat das Start-up 40 Mitarbeiter – will aber in diesem Jahr noch deutlich wachsen. Gesucht werden nach Angaben des Start-ups vor allem kreative Köpfe. Einige davon hatte die junge Firma im vergangenen Jahr entlassen, wie Gründer Bales kürzlich in einem Podcast des Tech-Magazins t3n berichtete. Grund war ein Umbau des Geschäftsmodells: Gestartet war sie mit reichweitenstarken Videos für Nachrichtenseite, mittlerweile steht die Produktion von Werbevideos im Vordergrund.

Ex-Rennfahrer Rosberg freut sich auf die Zusammenarbeit: „Werbung war immer ein wichtiger Teil meines Berufs. Patrick und sein Team haben eine intelligente Lösung verwirklicht, die den Markt in eine Richtung lenkt, die zeitgemäß ist und großes Potenzial hat.” Rosberg ist unter anderem auch beim Münchener Senkrechtstarter-Start-up Lilium investiert. Bei der Kommunikation rund um das Thema soll Stoyo helfen: Die Berliner wollen Rosberg bei seinen Social-Media-Aktivitäten unterstützen.