Das Berliner Unternehmen lässt Firmen mit Hilfe von temporären Promotionflächen für sich werben. Nun sammeln die Gründer frisches Kapital ein.

Kunden wollen echte Kauferlebnisse in der realen Welt. Davon ist Emil Kabisch überzeugt. 2015 gründete er darum zusammen mit Sven Wissebach und Peter Gundel das Start-up store2be,  Das Unternehmen ermöglicht es Retailmarken, die normalerweise vor allem im Internet unterwegs sind, Handels- und Aktionsflächen temporär anzumieten, um potentiellen Käufern ihre Waren auch offline zu präsentieren. 

Abhängig vom Budget und  Kampagnenziel vermittelt das Start-up die passenden Locations. Die Miete für die Eventfläche fließt direkt an den stationären Handel, darunter Flughäfen, Shopping-Center, Geschäfte und Fitnessstudios. Store2be erhält eine Servicegebühr. Wie erfolgreich diese Werbe-Aktionen sind, kann anhand einer Anwendung gemessen werden, bei der durch Wlan-Signale der Smartphones potentieller Käufer gemessen wie nah diese an das beworbene Produkt herantreten. Zu den Kunden des Unternehmens gehören große Marken wie Hendricks Gin, Milka und Pepsi, aber auch Start-ups wie ZipJet.

Um das Geschäft weiter ausbauen zu können erhält das in Berlin ansässige Start-up nun eine Finanzierung in siebenstelliger Höhe. Neben den Alt-Investoren Project A Ventures, Hevella Capital und der IBB Beteiligungsgesellschaft (über ihren VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin) ist nun auch die im Jahr 1999 gegründete österreichische SIGNA Gruppe, die unter anderem in den Bereichen Real Estate und Retail aktiv ist, an Bord. Die genaue Summe wollten die Geschäftsführer gegenüber WirtschaftsWoche Gründer nicht bekannt geben.