Anstelle eines weltweiten Launches entschied man sich Ende August für eine Testphase im österreichischen App Store. Ohne Werbemaßnahmen wurde Mome dort einige hunderte Male heruntergeladen und die Gründer auf Probleme aufmerksam. Nach Verbesserungen und weiteren Entwicklungen ist Mome seit Mitte November weltweit und in sechs Sprachen für iOS sowie Android verfügbar. „Einige tausend Downloads gab es seit dem finalen Launch“, sagt Vogler.

Geld verdient hat das Gründer-Trio mit der App bisher noch nicht. Dafür haben sie für die Entwicklung neben viel Zeit auch einen unteren fünfstelligen Betrag investiert. Vor allem für Marketingmaßnahmen ist nun frisches Kapital nötig. Vogler erhofft sich von der anstehenden Finanzierungsrunde einen sechsstelligen Betrag.

Derweil stehen erste Kooperationen in den Startlöchern. In einigen hundert McDonald’s Filialen wird Mome, welches mit dem „Moment“ assoziiert werden soll, künftig mit Tischaufstellern beworben.

Sitz des Start-ups ist das nordrhein-westfälische Wenden. In der Kleinstadt im Sauerland ist jedoch selten mehr als eine Person des mittlerweile sechsköpfigen Teams anzutreffen. Jeder der Gründer sitzt in einer anderen Stadt. Vogler sieht in der dezentralen Organisation nicht nur Nachteile: „Sie schafft Freiräume.“

Diesen Vorteil bietet zurzeit auch der unbegrenzte Speicherplatz. Langfristig könnte sich dies aber ändern. Vogler schließt nicht aus, zu gegebener Zeit eine Bezahlschranke ab einem bestimmten Speichervolumen einzuführen: „Ein Freemium-Modell ist eine Option.“

Mittelfristig möchte sich Mome zunächst auf die DACH-Region konzentrieren und 2017 für diese einen kostenpflichtigen Print-out Service für Alben integrieren. Mit Hilfe eines externen Dienstleisters können besondere Erinnerungen dann auch in den Händen gehalten werden. Durch diese Erweiterung will das Gründer-Trio erstmals Umsatz machen und Gewinn erwirtschaften.