Dazu gehören auch verschiedene Veranstaltungen. Am Montag lud etwa die niedersächsische Förderbank NBank zur Investorenkonferenz, bei der sich zehn vorher ausgewählte Start-ups Investoren präsentieren konnten. Parallel dazu ließ der Energiekonzern RWE auf einer Bühne vor Publikum Gründer rund um das Thema Energie der Zukunft pitchen. In den kommenden Tagen zieht Volkswagen nach: Der Autokonzern sucht nach Unternehmen, die die Mobilität von morgen im Blick haben. Ergänzt wird die „Scale 11“ von der „Developer World“, einem Treffpunkt für Software-Entwickler.

Daneben aber sieht vieles nach einer klassischen Messehalle aus – wenn auch mit überwiegend kleinen, standardisierten Ständen statt der opulenten Landschaften der großen IT-Konzerne in den Hallen nebenan. Stets gut besuchte Massagesessel am Eingang, einige verstreute Kicker und Hot-Dog-Stände in Foodtruck-Optik bedienen noch die Klischees von Start-up-Küchen, doch daneben herrscht Alltag: Denn die Cebit fokussiert auch in diesem Jahr vor allem auf Fachbesucher – im Zentrum steht auch für die jungen Unternehmen die Geschäftsanbahnung. „Es soll auch darum gehen, Vertrieb zu machen“, sagt Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Start-ups, „das vergessen manche Start-ups manchmal.“

Nach den ersten Stunden in „Scale 11“ ziehen viele Gründer ein positives Fazit: „Ich hatte nicht mit so viel Laufkundschaft gerechnet“, sagt Dominik Tobschall, Gründer der Firma Fruux. Das Unternehmen bietet synchronisierte Kontakt- und Kalenderlösungen sowohl als Produkt für Endkunden an als auch als White-Label-Produkt, das etwa E-Mail-Anbieter in ihren Dienst integrieren.

Eigentlich hatte der Unternehmer vor allem mit den Besuchen von Partnern gerechnet, die sich bereits im Vorfeld der Messe angekündigt hatten. Doch am ersten Tag wurde es nach zahlreicher Laufkundschaft erst am Abend ruhiger: „Es waren bereits einige Unternehmen dabei, für die unsere Technik Sinn machen würde“, sagt Tobschall.