Es gibt zwar mit den Start-ups der Samwers noch das andere Extrem, doch abgesehen davon fällt es deutschen Gründern schwer, eine globale Bedeutung zu erlangen. Das nächste SAP ist derzeit nicht in Sicht – von einem deutschen Google oder Facebook braucht man derzeit nicht zu reden.

Auch ein deutsches WhatsApp oder Snapchat, das im Glauben an die eigene Stärke selbst Megaofferten von Facebook oder Google (zunächst) ablehnen könnte: Fehlanzeige. Bei Berliner Hoffnungsträgern wie Soundcloud scheitert eher der geplante Verkauf an Twitter.

Wunderkind Reber schien da zunächst eine kleine Ausnahme, der Anspruch zeigte sich schon im undeutsch-ironisch-größenwahnsinnigen Namen. So schuf er eine App, die in ihrem Feld auch US-Konkurrenten ausstach und steckte das Scheitern mit weiteren Ideen, wie dem Wunderkit locker weg. Doch an seiner eigenen Vision ist auch er gescheitert: Vor einem Jahr träumte er von global relevanten Unternehmen als nächstem Meilenstein, davon „unsere Firmen nicht zu früh zu verkaufen und zu versuchen große, bleibende Unternehmen zu schaffen.“

Doch auf solche Wunderkinder muss die deutsche Szene trotz der riesigen Fortschritte wohl noch einige Jahre warten.