Nachdem wir so viel zwiespältiges Feedback zu LifeWeeks bekommen haben, holen wir uns noch einmal Ratschläge von außen. Carsten Schindler, Entrepreneur-Coach bei der universitätseigenen Düsseldorfer Innovations- und Wissenschaftsagentur (DIWA), hat sich unsere Idee für LifeWeeks am Samstag angehört und viel Skepsis gezeigt. Als er am Sonntag erfährt, dass wir das Projekt komplett umgeworfen haben, sagt er nur. „Finde ich total gut.“ Sein Tipp: Klar herausstellen, womit wir Geld verdienen wollen, was der Nutzen ist. Sascha Fröhlich, IT-Consultant und ebenfalls Mentor auf dem Start-up Weekend, empfiehlt uns, für den Anfang eine Mobile-First-App zu bauen.

Ohne Katastrophen geht unsere Kehrtwende trotzdem nicht vonstatten. Es ist 16.13 Uhr, als Christian plötzlich eine E-Mail von Fabian in seinem Posteingang entdeckt – mit noch mehr Material für die Präsentation. „Ach du Scheiße, ach du Scheiße!“, sagt er. „Das kriege ich da doch nicht mehr alles rein.“ Wir müssen priorisieren: Die Folien zu den Perspektiven werden gekürzt, einige fliegen ganz raus. Wären wir doch mal bei LifeWeeks geblieben.

The Team formerly known as LifeWeeks

Um 16.44 Uhr kommen wir, 14 Minuten zu spät, in den Vortragsraum – glücklicherweise noch rechtzeitig, denn die Pitches haben noch nicht begonnen. Wir sind Team neun, insgesamt werden 15 Ideen vorgestellt. Die Juroren kommen auf die Bühne und sagen ein paar Sätze über sich selbst. Neben Eva Lutz sind unter anderem Titus Dittmann, Gründer der gleichnamigen Skateboardkette, oder auch der Chef der Stadtsparkasse Düsseldorf, Arnd Hallmann, dabei. Gegen halb sechs geht es endlich mit den Pitches los, wir sehen Präsentationen von Green Canibal, einem Team, das eine vegane Restaurantkette aufbauen will; ein wachmachendes Bier wird vorgestellt, ein Autonotruf, weitere folgen. Dann sind wir dran.

Fabian erklimmt die Bühne: „Hallo, ich bin Fabian vom Team LifeWeeks – naja, eigentlich sind wir nicht mehr LifeWeeks.“ In dem vierminütigen Vortrag erklärt er kurz, wie es zu unserem Umbruch gekommen ist, und wie unsere neue Idee ThesisTracker funktioniert, er bindet das Publikum mit einer kleinen Umfrage ein, bringt die Zuschauer zum Lachen. Einer der Juroren sagt am Ende nur: „Was ein Vortrag!“ Es folgt ein dreiminütiges Frage-und-Antwort-Spiel mit den Juroren, dann ist es vorbei. Geschafft. Durchatmen.

Nachdem auch die letzten fünf Teams ihre Idee vorgestellt haben, setzen sich die Juroren und beraten. Sie müssen entscheiden, welches Team sie überzeugt hat. Die Preise gibt es für „Best Innovation“, „Best Pitch“ und „Best Overall“.