Sie haben sieben Jahre lang an Ihrem Produkt getüftelt und sind immer wieder Leuten begegnet, die Sie zum Aufhören bewegen wollten, weil sie nicht an Sie und Ihre Entwicklung glaubten. Was haben Sie daraus gelernt und was können Sie anderen Gründern raten?
Es ist immer schwierig, Ratschläge zu geben ohne zu belehrend zu wirken. Auf alle Fälle muss man ganz fest an sich und an die Idee glauben. Zu mir hat mal jemand gesagt: „Christoph, man spürt bei dir diesen Zug aufs Tor – du hast nichts anderes im Kopf als den Ball ins Tor zu kriegen!“ Ich denke, das beschreibt es ganz gut. Wir reden oft von unserem „unbreakable spirit“ – davon niemals aufzugeben und sein Ziel vor Augen zu haben. Gleichzeitig läuft man dabei natürlich Gefahr, dass man manchmal einen Tunnelblick bekommt und sich gewissermaßen abschottet. Ich bin in vielen Situationen an Grenzen und darüber hinaus gegangen. In solchen Situationen musste ich mir unser Motto wieder selbst vor Augen halten, um weitermachen zu können! Doch dank der Unterstützung meiner Familie und Freunde und meines Teams konnte ich mich durch solche Tiefs kämpfen und wir stehen jetzt im Jahre 2016 an einem sehr spannenden Punkt in der Firmengeschichte.

Es gab eine Szene in der Sendung, in der Frank Thelen Ihnen unterstellte, den Juroren etwas zu verheimlichen – als Sie die Umsatzzahlen der Firma offenbarten. Was war da los?
Ja, das war eine etwas merkwürdige Situation. Er meinte sinngemäß „So ein tolles Produkt und dennoch stagnieren die Umsatzzahlen die letzten Jahre, wie kann das sein?“ Fakt ist nun aber mal, dass wir in einem Bereich agieren, in dem der Gigant Luxottica mit Marken wie Oakley und Ray Ban 80 Prozent des Weltmarktes beherrscht. In Österreich haben wir sehr schnell eine gute Basis aufbauen können. Dass es in Deutschland und auf internationalen Märkten komplett andere Voraussetzungen gibt, mussten wir einfach lernen und uns darauf einstellen. Dazu gehört beispielsweise der Ausbau der Kollektion. Wir haben 2014 zu der Sportsonnenbrillen-Kollektion noch eine Lifestyle-Sonnenbrillen-Kollektion hinzugefügt. 2016 kam dann unsere OPTICS-Kollektion – wir können somit heute auch optische Brillen mit unserer „unbreakable Technologie“ anbieten, was natürlich ein riesiger Vorteil ist. Wir haben keinen Grund, irgendetwas zu verheimlichen.

Welche Pläne haben Sie nun?
Zurzeit bauen wir unser Vertriebsteam in Deutschland auf, unser ganzer Fokus liegt momentan auf dem dortigen Markt. Unser Ziel ist es, neben Österreich den ersten großen Massenmarkt zu erreichen, mit einer neuen Marke, einer neuen Technik – das ist eine Herkulesaufgabe.