Tobias Mersmann

Ich bin Quereinsteiger in meinem Gebiet. Ursprünglich habe ich BWL studiert, dann aber schon während des Studiums gemerkt, dass mein Interesse eigentlich eher im IT-Bereich liegt. Ich habe sogar meine Bachelor-Arbeit zum Thema Programmieren geschrieben.

Nach dem Abschluss habe ich mich eigenständig weitergebildet, schließlich ein Gewerbe angemeldet und auf selbstständiger Basis an Projekten gearbeitet. Nach einiger Zeit hatte ich mir ein anständiges Portfolio aufgebaut und es kamen die ersten Angebote für eine Festanstellung.

Eigene Ideen einbringen

Dass mich mein erster Job in ein Start-up geführt hat, ist kein Zufall: Ich kann frei experimentieren und folge nicht ausschließlich den Vorgaben meiner Chefs. Wenn ich eigene Ideen einbringen will, geht das auf kurzem und informellem Weg. Hierarchien müssen nicht eingehalten werden und ich habe auch als Mitarbeiter eine gewisse Verantwortung. Das gefällt mir. In einer großen Firma sind die Strukturen festgefahrener. Dort verwendet man als Softwareentwickler in einer gehobenen Position ziemlich viel Zeit auf Meetings und Verwaltungsaufgaben, das weiß ich von Bekannten. Das eigentliche Programmieren kommt dadurch oft zu kurz.

Niedrigeres Gehalt

Spannend finde ich auch, dass sich die Aufgaben in einem Start-up schnell und ständig ändern. Man hat nie nur ein Spezialgebiet an dem man arbeitet, sondern ist mehr Generalist. Das liegt mir – auch die Tatsache, dass man sich darum ständig weiterbilden muss, finde ich gut.

Natürlich gibt es auch Vorteile, wenn man als Softwareentwickler in einem großen Unternehmen unterkommt: Einer ist die Bezahlung. Das Gehalt ist dort selbstverständlich höher als bei einer Firma, die gerade erst angefangen hat. Auch wer viel Wert auf geregelte Arbeitszeiten und bezahlte Überstunden legt, ist bei einem großen Unternehmen sicher besser aufgehoben.

Tobias Mersmann, 29, arbeitet beim Hamburger Start-up Look Local