Für Timm ist außerdem ein gesunder Idealismus sehr wichtig: „Als Einrichtung, die öffentlich gefördert wird, ist es unsere Aufgabe, dem Journalismus zu helfen, sich in Zeiten der Digitalisierung neu zu finden“. Das Media Lab Bayern fördert nicht nur neue Gründungen, sie wollen auch den Medienwandel mitgestalten.

„Wenn Investoren skeptisch sind, überzeugt die Leser“

Ein großes Problem ist es, dass „technische Ideen besser zu skalieren sind als Content. Eine Redaktion mit Journalisten ist ein begrenztes Konzept“, sagt Timm auf der Social Media Week. Investoren seien skeptisch und glauben häufig nicht an den Erfolg von Gründungsideen, die auf journalistischem Inhalt basieren. Timm sagt, dass Journalismus selbst noch nie wirklich Geld verdient hat. Technologien seien deutlich leichter zu vermarkten als Content, aber eine Chance gibt es für journalistische Geschäftsmodelle: Man müsse die Leser überzeugen, wenn Investoren skeptisch sind. „Es bleibt super schwer, mit gutem Journalismus Geld zu verdienen, aber Crowdfunding und Crowdinvesting sind die Finanzierungsmöglichkeiten der Zukunft.“

Was Gründer in der Medienbranche mitbringen sollten? Lina Timm empfiehlt, dass sich die Teams ergänzen sollten und unterschiedliche Skills vereinen. „Ein gutes Team funktioniert besser als eine gute Idee. Denn wenn der Wille des Teams stimmt, kommt die gute Idee automatisch.“