KfW-Vorstandsmitglied Ingrid Hengster sagte mit Blick auf Coparion: „Wir wollen marktnäher agieren und schneller sein.“ Die KfW sei als Bank bei Investitionszusagen oft zu langsam gewesen. Das Geld soll an gut 60 Jungunternehmer gehen, die im Schnitt mit drei Millionen Euro rechnen können. Coparion löst den ERP-Startfonds ab, der in zehn Jahren rund 600 Firmen mit 600 Millionen Euro gefördert hat. Er stellt das Neugeschäft ab sofort ein.

Neben Investitionen in private Risikokapital-Fonds, für die die Förderbank im vergangenen Jahr 400 Millionen Euro bereitgestellt hatte, sei Coparion der zweite Baustein bei der Förderung junger Unternehmen. „Innovative Geschäftsideen, die erfolgreiche Umsetzung guter Ideen, sind wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes“, sagte Hengster. EIF-Chef Luigi Gilibert sprach von einem Meilenstein bei der Förderung kleiner und mittlerer innovativer Firmen in Deutschland.

Die KfW sieht eine Finanzierungslücke, wenn technologie-orientierte Start-up-Firmen nach der Anschubfinanzierung weitere Mittel brauchen. „Wenn man die ersten ein bis zwei Millionen Euro verbraucht hat und sich die Spreu vom Weizen trennt, ist Deutschland ein bisschen schwachbrüstig“, sagte Christian Stein, einer der Geschäftsführer von Coparion. Dem wolle man abhelfen.