Das Start-up aus Gent arbeitet an einer Plattform, die die Leistung von Vertriebsteams steigern soll. In München wächst das Team nun deutlich.

Werbeinhalte besser an die Zielgruppe anpassen, schneller verkaufen, gezielter neue Kompetenzen aufbauen: Mit einer Plattform zur Unterstützung von Vertriebs- und Marketing-Teams hat das Start-up Showpad Investoren für sich gewonnen. In einer Serie-D-Finanzierungsrunde fließen 70 Millionen US-Dollar an die 2011 gegründete Firma mit Sitz in Belgien, wie aus einer aktuellen Pressemitteilung hervorgeht. Mit dem Geld will das Unternehmen insgesamt 200 Arbeitsplätze schaffen, einige davon in München: Der deutsche Standort beschäftigt derzeit bereits 30 Mitarbeiter und könnte diese Anzahl bis Ende des Jahres verdoppeln.

Showpad richtet sich an Unternehmenskunden aus dem B2B-Segment, die die Leistung ihrer Vertriebsmitarbeiter sowie die Werbewirkung verbessern wollen. So schlägt die Plattform etwa passende Schulungen vor oder gibt Tipps zur Anpassung der Werbung auf einzelne Zielgruppen. Mehr als 1.200 Kunden konnte das Start-up bislang nach eigenen Angaben überzeugen, dazu zählen etwa der US-Konzern Honeywell und der Pharma-Riese Merck. „Wir sind stolz darauf, modernen Verkaufsteams die Möglichkeit zu geben, Gewinnraten, Deal-Größen und Käuferengagement mit einer einzigen, skalierbaren Plattform zu steigern“, lässt sich Showpad-Geschäftsführer Pieterjan Bouten laut Presseinformation zitieren.

Neuinvestoren aus London und New York

Derzeit beschäftigt das Start-up insgesamt 400 Mitarbeiter in den Zentralen in Gent und Chicago sowie in den Niederlassungen in Brüssel, London, München, Breslau, San Francisco und Portland. Ein Wachstum in Höhe von 90 Prozent gibt Showpad an – und lockt damit mehrere Kapitalgeber: Dawn Capital aus London und Insight Venture Partners aus New York steigen als Hauptinvestoren ein, erneut beteiligen sich Hummingbird Ventures und Korelya Capital. Geld steckte das Start-up im vergangenen Jahr unter anderem in den Zukauf der Weiterbildungsplattform Learncore aus Chicago und des Londoner Unternehmens Voicefox, das sich auf Software zur Organisation und Nachbereitung von Meetings spezialisiert hat.