Frents – die digitale Nachbarschaftshilfe

Auf frents.com können Nutzer im Prinzip alles leihen, was sich schnell von A nach B transportieren lässt. Dazu zählen Zelte ebenso wie Lastenräder oder Werkzeuge, aber auch „außergewöhnliche Dinge wie Star-Wars-Büsten und Siebenmeilenstiefel“, sagt Gründer Ferdinand Mühlhäuser. Gemeinsam mit Philipp Rogge gründete Mühlhäuser 2007 die Plattform, heute betreuen die beiden Frents.com ehrenamtlich, „sozusagen als Service an der Allgemeinheit“. Rund 20.000 Nutzer sind auf der Plattform registriert, die meisten dabei in Köln, Berlin und München. Für die Vermittlung verlangt die Website keine Provision, wer etwas gegen Bezahlung verleiht, kassiert direkt bei der Übergabe.

Die Motivation der Nutzer beschreibt Gründer Mühlhäuser dabei als sehr vielfältig: „Es gibt Leute, die es machen um etwas Geld zu verdienen oder zu sparen und Leute, die ein großes Interesse haben, den gemeinschaftlichen Gedanken zu unterstützen.“ Außerdem hätten viele Nutzer kurzfristig Spaß an gewissen Produkten, wollen sich diese jedoch nicht gleich kaufen.  Als Vorteil gegenüber kommerziellen Verleihern, beispielsweise von Werkzeugen sieht Müllhäuser den Kostenfaktor: „Der Verleiher muss bei uns keine zusätzlichen Dinge kaufen, keine zusätzlichen Räume anmieten und keine kostspieligen Vermarktungsaktivitäten betreiben.“ Die Dinge, die er verleiht gehören ihm schließlich.