Der Markt wird derzeit allerdings auch von ganz verschiedenen Sharing-Angeboten nahezu „überschwemmt“, vor allem auf dem Wohnungsmarkt. Allein in Deutschland gibt es unter anderem mit Wimdu, Airbnb oder 9flats gleich mehrere Anbieter, die im gleichen Feld konkurrieren. Irgendwo in diesem umkämpften Markt sieht sich auch die Vermittlungsplattform Gloveler.de – die nach eigenen Angaben der erste Anbieter für Privatzimmer und Schlafmöglichkeiten war.

Die Anonymität des Hotels schreckt doch viele ab und bei Menschen, die in der Stadt wohnen und sie kennen, kann man leichter Hilfe bekommen. Seit der Gründung 2009 erzielt das Unternehmen nach eigenen Angaben jährlich ein Umsatzwachstum von 400 Prozent und bietet mittlerweile mehr als 30.000 Schlafplätze in 53 Ländern an, vor allem aber in Deutschland und abseits von den größeren Städten.

Es ist nicht selten, dass Unternehmen der Share Economy auch aus nachhaltigen Motiven gegründet werden, so wie die Internetplattform zum Verteilen von überschüssigen Lebensmitteln, Foodsharing.de, oder Meine Ernte. Das Bonner Start-up vermietet Gemüsegärten auf Äckern – mittlerweile an fast 30 Standorten deutschlandweit: „Wir möchten Menschen die Möglichkeit geben, unter Anleitung und auf ökologische Weise Gemüse selbst anzubauen und sich somit ein Stück weit selbst zu versorgen – mit gesunden, saisonalen Lebensmitteln“, sagt Wanda Ganders, eine der Gründerinnen von Meine Ernte. Dabei können die Kunden zwischen Größen von 45 und 85 Quadratmetern wählen und sich den Garten online aussuchen.

Gründerin Ganders lebt den Sharing-Gedanken auch privat: „Ich bin der Meinung, dass man heutzutage nicht mehr alles selbst besitzen muss, sondern sich viele Dinge temporär leihen kann. So tauschen wir in unserem Freundeskreis Kinderkleidung und Spielsachen, oder leihen uns gegenseitig Geräte, die man eben nur gelegentlich benötigt. Aber Share Economy bezieht sich für mich nicht nur Materielles, sondern auch auf immaterielle Güter – wie Wissen und Informationen.“