Für jene Abfüllung arbeitete Selo anfangs mit einer kleinen Bierbrauerei zusammen. Nach der Zwischenstation bei einer Saftmanufaktur hat Selo mit der Auburg-Quelle in Wagenfeld heute einen innovativen und nachhaltigen Lohnabfüller gefunden, der auch für bekannte Marken wie Fritz-Cola abfüllt.

Im Kampf um die Kaffeekirsche hat Selo seit 2016 zwei Konkurrenten. Während das Hamburger Start-up Caté mit einer Limonade punkten will, hat die Brauerei Gaffel aus Köln mit „Cascara Sparkling“ ein alkoholfreies Biermischgetränk auf den Markt gebracht.

Trotz dieser Konkurrenz erwartet Selo seinen Absatz 2017 im Vergleich zum Vorjahr auf 1,5 Millionen verkaufte Flaschen zu verzehnfachen. Zugleich soll die Gewinnmarge von etwa 20 Prozent auf 50 Prozent steigen. Hierbei helfen könnten das frische Kapital des 2016 eingestiegenen Business Angels Christophe Maire und das seit Februar neue Design von Flaschen und Website. Seinen Umsatz macht das Start-up nicht öffentlich.

Langfristiger Ausbau des Soriments geplant

Langfristig möchte Zumbaum, die noch die Mehrheit an Selo hält, das Sortiment weiter ausbauen. Von Tee über Riegel ist rund um die Kaffeekirsche vieles denkbar. Zunächst sollen allerdings neben dem Hauptstandort Deutschland neue Märkte in ganz Europa erschlossen werden.

Vor allem die Metropolen hat man sich als Ziel gesetzt. Seit Januar ist Selo mit einer Außenstelle in den Niederlanden vertreten, im März wird Österreich folgen.

Ob der Vertrieb im Ausland dabei in eigenen Händen belassen oder auf Vertriebspartner gesetzt wird, ist zur Zeit noch offen. Gleiches gilt für die Frage, wann Selo sich mit seinen Produkten in die Regale einer Einzelhandelskette wagt.