Der Unterschied zwischen den traditionellen Self Storage Unternehmen und Firmen wie Boxidoo ist vor allem, dass Shurgard beispielsweise Lagerfläche in Quadratmetern vermietet. Das Modell der Start-ups geht hingegen in die Richtung, Lagerfläche nach Boxen/Kisten/Möbel zu vermieten. Das bietet mehr Flexibilität für den Kunden. Zumal Boxidoo laut eigenen Angaben Überkapazitäten in Logistikzentren für seine Lagerungen nutzt anstatt große Hallen anmieten zu müssen. Dies ermögliche günstigere Preise.

Box at Work mietet eigene Lagerräume an, was Gerrit Reinders vor allem mit dem Thema Sicherheit begründet. Die Boxen werden entweder mit einem Schloss oder Kabelbändern versehen und die Lagerstandorte dauerhaft überwacht. Eine Box habe er noch nie verloren. „Das darf nicht passieren“, sagt er, lacht und verzieht eine Miene. Darauf könnten sich seine aktuell rund 10 000 Kunden verlassen. Im August waren es noch rund 3200 Kunden.

Expansion in naher Zukunft

Das Start-up verfügt mittlerweile über einen Lagerraum von 100 000 Quadratmetern, der Umsatz soll in diesem Jahr mindestens fünf Millionen Euro betragen. Innerhalb des vergangenen halben Jahres hat Box at Work seine Standorte auf sieben deutsche Großstädte ausgeweitet und arbeitet mit Franchisepartnern zusammen.

Warum Reinders in Berlin gegründet hat? „Die Berliner sind gute Testpersonen, was neue Geschäftsmodelle angeht.“ Zudem habe er sowieso vorgehabt, in Deutschland zu gründen – wegen des guten Start-ups-Systems, der Skalierbarkeit von alles und jedem und der stabilen Wirtschaft hierzulande.

Sein Traum ist es, auch in Metropolen wie New York, London, Hongkong und Tokio mit seiner Idee Erfolg zu haben. Dafür hat Box at Work in einer Series-A-Finanzierungsrunde 5,5 Millionen Euro eingesammelt. Damit plant Reinders jetzt den Schritt ins Mutterland des Self Storage: “Wir wollen jetzt in die USA gehen“.