Dass der Bedarf an materiellen Umzugshelfern da ist, zeigt die Umzugsstudie 2014. Ihr zufolge ziehen jährlich mehr als neun Millionen Menschen in Deutschland um, vor allem die 18 bis 29-Jährigen sind betroffen. Gründe für einen Umzug waren im vergangenen Jahr vor allem eine zu hohe Miete, Platzmangel oder ein schlechter Zustand der Wohnung. Laut der Immobilienplattform Immoscout 24 fand 2010 fast jeder Umzug in Eigenregie statt.

Es ist also kein Wunder, dass nicht nur Box at Work Self Storage anbietet. Auch Boxando, Feder-Box und Yubs sind unter anderem auf dem Markt als „Online-Anbieter“ vertreten. Hinzu kommen die etablierten Unternehmen wie MyPlace, Lagerbox, Home Box, Mainlager oder meinlager24.de. Einige unter diesen Anbietern sind sogar im Verband deutscher Self Storage Unternehmen.

Self Storage im Trend?

Ursprünglich kommt die Idee der Einlagerung seines Hab und Guts aus den USA. Wenn die US-Soldaten für einen Auslandseinsatz eingezogen wurden und noch keine Familie oder keinen Platz für ihre Kleidung und Möbel hatten, mieteten sie Lagerfläche dafür an. In Europa beziehungsweise Deutschland kam dieser Trend erst in den 90er-Jahren an. Vor allem in den Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München wurde die Wohnfläche langsam rar. Also musste man sein Zeug irgendwo anders lagern.

Heutzutage ist es völlig normal, mehrere Kisten entweder im eigenen Keller, in dem von Freunden oder Eltern oder eben in einem fremdem Lager zu verstauen. Vor allem für junge Menschen, die nur einen begrenzten Platz zu Verfügung haben, weil sie in einer WG wohnen oder für solche, die viel unterwegs sind, ist das praktisch.

Das hat sich auch Michael Dopfer gedacht, als er im Dezember 2015 das Berliner Start-up Boxidoo gegründet hat – mit erst 18 Jahren. Mittlerweile ist er 19 und sieht den Self Storage Markt wie gemacht für Gründungen, da der europäische Marktführer Shurgard, ursprünglich aus Washington und seit 2003 in Deutschland vertreten, einen Marktanteil von 8,5 Prozent habe.