Daher übernahm sein Vater zunächst die Geschäftsleitung. Schönefeld stellte zahlreiche Anträge, um sein Unternehmen auch als Minderjähriger selbst leiten zu können. „Schlussendlich wurde mein Antrag aber abgelehnt, weil ich nur teilweise als geschäftsfähig erklärt wurde.“

Doch Schönefeld hatte Glück: Über Start2Grow lernte er Nils Freyberg kennen. Gemeinsam gründeten sie vor drei Monaten das Unternehmen neext. „Nils übernimmt als Geschäftsführer das Marketing und ich die Programmierung“, sagt Schönefeld.

Gemeinsam entschieden sie, wie es mit SVAPP weitergehen soll. „Bis Anfang nächsten Jahres wollen wir mit der Entwicklung soweit sein, dass wir SVAPP als Produkt in den Appstore bringen können“, sagt Schönefeld. Bis dahin müsse jedoch die Finanzierung gesichert sein.

Dabei sollte eine Crowdfunding-Kampagne helfen, doch die angepeilte Summe wurde nicht erreicht. Freyberg und Schönefeld sind dennoch zufrieden. „Wir haben eine sehr große Reichweite in Deutschland erreicht, mit der wir zwei potenzielle Kooperationspartner für uns gewinnen können, um die App auch ohne Crowdfunding auszurollen“. Das Projekt kann also trotzdem weiterlaufen.

Fremdkapital wäre für Schönefeld keine Option. „Wir wollen die Community an der Entwicklung teilhaben lassen. Mit einem Investor ist man in seinen Entscheidungen nicht so frei und muss jede Änderung abstimmen“, sagt Schönefeld. Er schätze das stetige Feedback seiner „Crowd“ und die Möglichkeit, neue Features ausprobieren zu können. Bisher investierte Schönefeld sein eigenes Erspartes – der Führerschein muss daher noch warten.