Der Erfolg von Bloomy Days lockt viele Nachahmer an. Franziska von Hardenberg sieht jedes Start-up, das sich ebenfalls im Blumensegment etablieren will, jedoch nicht als Konkurrenz, sondern als Kompliment – und vor allem auch als Werbeträger für den Onlinehandel mit Sträußen. Hinzu kommt: Viele, die es versucht haben, halten sich lange auf dem Markt. Auch deswegen, weil angesichts der enormen Konkurrenz am Ende doch die Leidenschaft für das Produkt und dementsprechend das nötige Durchhaltevermögen fehlte, wie Michael Dohlen, der gescheiterte Gründer des Start-ups Blumenjungs auf seinem Blog offen zugibt: „Ich hatte einfach nicht den Bezug zu dem Thema und dachte nur daran schnell Geld zu verdienen.“

Konkurrenz aus den Niederlanden

Fehlende Begeisterung kann man den Köpfen hinter dem holländischen Blumenlieferdienst Bloomon wahrlich nicht vorwerfen. Gründer Patrick Hurenkamp stammt aus einer Familie, die seit Jahrzehnten im Blumengeschäft tätig ist, das Faible für die Branche wurde ihm in die Wiege gelegt. Vor einigen Monaten wagten er und seine Mitgründer Bart W. Troost und Koen Thijssen den Sprung aus ihrem Heimatland Niederlande, wo das Start-up bereits Ende 2014 an den Start ging, nach Deutschland – dem Stammmarkt von Bloomy Days.

Christoph Kraemer, Co-Gründer und Deutschland-Chef von Bloomon, ist überzeugt, dass sein Unternehmen neben dem bereits etablierten Wettbewerber bestehen kann. Auch er setzt vor allem auf das Frische-Argument: „Unsere Blumen kommen direkt vom holländischen Feld und sind damit frischer als das meiste, das man im stationären Handel bekommen kann.“ Auch Bloomon verzichtet auf den Zwischenhändler und reduziert die Lieferkette so um 80 Prozent.