„Das liegt wohl auch daran, dass Blumen ein Produkt ist, das keiner ablehnt“, sagt Franziska von Hardenberg. „Schuhe? Kochboxen? Da gibt es immer wen, der so etwas blöd findet, aber ich kenne wirklich keinen Menschen, der sich nicht an einem Strauß erfreut.“

Und so gründet von Hardenberg Bloomy Days. Das Start-up tritt mit dem Versprechen an, dass die bestellten Blumen in der Regel zehn Tage halten – und damit länger als die meisten, die man im stationären Handel kaufen kann. „Die Frische ist der Schlüssel zum Erfolg: Die Blumen standen 24 Stunden zuvor noch auf dem Feld. Wir verzichten auf den Zwischenhändler und ersteigern die Ware in Zusammenarbeit mit einem Berliner Großhändler direkt digital auf der Auktion in Holland“, erklärt Franziska von Hardenberg.

Der Erfolg lockt Nachahmer an

Sechs bis acht Stunden nach dem Einkauf treffen die Schnittblumen in Berlin ein und werden in einer 1000 qm großen Halle in Berlin Kreuzberg von 60 freien Mitarbeitern geputzt, verpackt und verschickt. Das Zusammenstellen der Sträuße übernimmt Franziska von Hardenberg selbst: „Ich vertraue meinem Geschmack und ich möchte vor allem sicherstellen, dass wir jede Woche etwas Neues ausprobieren, schließlich sollen die Leute sich nicht langweilen.“

Wie viele Sträuße genau Bloomy Days im Monat versendet will Franziska von Hardenberg nicht verraten, doch das Geschäft laufe gut. Mittlerweile sind im Abo-Bereich 80 Prozent Privatkunden, 20 Prozent Geschäftskunden, darunter Airbnb und ihr ehemaliger Arbeitgeber Zalando.